Baum

Landwirtschaft

Der Senegal gehört mit zu den größten Exporteuren von Erdnüssen weltweit. Von dieser Tatsache profitieren in der Regel jedoch nur größere Unternehmen. Wir sehen unsere primäre Aufgabe darin, kleine Dörfer bei der Planung und Durchführung überschaubarer landwirtschaftlicher und regional angemessener Projekte zu unterstützen.

Die fast ganzjährige extreme Trockenheit stellt für die meisten Bauern im Senegal ein besonderes Problem dar. Landwirtschaft ist oft nur mit regelmäßiger externer Bewässerung möglich. Um erfolgreich zu sein, muss diese natürlich ortsnah und verlässlich zur Verfügung gestellt werden. Als eine vertretbare Möglichkeit der Realisation hat sich inzwischen die Installation von elektrisch betriebenen Pumpanlagen bewährt, die von Stromaggregaten angetrieben werden.

Schulungen und Fortbildungen zu verschiedenen Themen im Bereich der Landwirtschaft gehören inzwischen zu den Standards der O.N.G. Hier erlernen die Bauern in ihren Dörfern, wie sie genau mit welchen Pflanzen umzugehen haben um einen möglichst hohen Ertrag zu erzielen.

Einen besonderen Stellenwert nimmt in den letzten Jahren der Anbau der „Jatrophapflanze“ ein. Diese zeichnet sich u.a. auch dadurch aus, dass sie in recht bescheidenen Bodenverhältnissen prächtig gedeiht. Das aus den Früchten gewonnene Öl kann u. a. dazu benutzt werden, Bio-Kraftstoff zu produzieren. Mit diesem lassen sich dann die Stromaggregate betreiben. Somit ist es den Dörfern möglich, Energie zum Nulltarif zu erlangen, ohne auf aufwendige und teure Systeme wie z.B. Sonnen-Kollektoren zurückgreifen zu müssen.

Die Jatrophapflanze hat gleichzeitig den Vorteil, dass sie als „lebender Zaun“ eingesetzt werden kann. Ihr heckenartiger Wuchs entwickelt sich schnell zu einem Zaunersatz, ihr spezieller Geruch hält wilde Tiere davon ab, in die Gärten der Bauern einzudringen. Abfallstoffe, die beispielsweise beim Pressen der Jatrophakerne anfallen, können bis zu 100% weiterverwertet werden (z.B. Seife). Besonders wichtig ist aber auch, dass die Jatrophapflanze den Boden wieder auflockert und somit langfristig eine Bewirtschaftung auf unfruchtbarem Boden wieder möglich ist.

Landwirtschaftliche Projekte bedürfen langfristiger Planung und Vorbereitung. Bereits lange vor der Realisation großangelegter Gartenprojekte werden von unseren Mitarbeitern und uns Feldforschungen in den entsprechenden Gebieten durchgeführt. Bereits zu diesem Zeitpunkt werden die Dorfbewohner in die Planungen miteinbezogen. In kleinen Versuchsgärten werden sie an ihre späteren Aufgabenfelder herangeführt. Ohne eine derartige Vorbereitungsphase, so zeigt die Erfahrung, sind landwirtschaftlich Projekte in kürzester Zeit zum scheitern verurteilt. Einzelne Dorfbewohner werden zudem in verschiedenen Bereichen speziell geschult und von unseren Mitarbeitern ausgebildet.

Eines der nächsten Gartenbauprojekte soll in dem Dorf „Dias Palam“ initiiert werden. Die Planungen laufen bereits und der Antrag bei "bengo" ist gestellt. Wenn er genehmigt wird, beginnen wir noch im Jahr 2012.


 

Kontakt

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Web: www.hilfe-fuer-senegal.de

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